whitsunday-island-796006_960_720 (1)

Reisebericht Whitsunday Islands: Auf der Suche nach der Riesenschildkröte

Eine Ein-Tages-Tour zu den Whitsunday Islands

Während meiner Reise entlang der Ostküste Australiens, hielten wir auch in Airlie Beach, einem Touristenzentrum zwischen Brisbane und Cairns. Der Ort gilt vor allem wegen seiner verschiedenen Angebote über Ausflüge zu den Whitsunday Islands als Anlaufstelle für Backpacker und Touristen.

So buchten auch wir eine Ein-Tages-Tour zu der beliebten Inselgruppe. Ein Katamaran sollte uns für etwa 115€ pro Person neben dem Ausflug zu den Whitsunday Islands außerdem einen Schnorcheltrip am Great Barrier Reef ermöglichen.

Der schönste Aussichtspunkt Australiens

Am nächsten Morgen wurden wir direkt vor unserem Hostel abgeholt und zur Anlaufstelle unseres Katamarans gebracht. Mit ungefähr 30 weiteren Gästen steuerten wir aufs Meer hinaus. Auf dem Weg zu den Whitsunday Islands erhielten wir das versprochene Frühstück, was aber in Form von kleinen sehr süßen Kuchenstücken sehr spärlich ausfiel. Nach einer gefühlten Stunde Fahrt legte das Boot an einer kleinen Insel an und ließ uns aussteigen. Der Bootsführer leitete uns durch ein kleines Waldstück bis wir am Hill Inlet Lookout ankamen. Der direkte Blick auf die Whitsunday Islands gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte Australiens. Das bekannte Fotomotiv der Whitsunday Islands fängt von hier das herrliche Farbenspiel der strahlend weißen Sandstränden und des türkisen Meers ein. Zwar war das Verlassen der Wege in dem kleinen Waldstück hier verboten, aber wir konnten es mal wieder nicht sein lassen, verhielten uns wie typische Touristen und fanden noch andere schöne Aussichtspunkte, die uns mindestens genauso gut gefielen wie die hölzerne Plattform des Hill Inlet Lookouts.




 

Baden wie im Paradies

Anschließend führte unser Weg zu den Whiteheaven Beach, ein Strand der Whitsunday Islands der mit seinem Quarzgehalt von fast 99% als einer der weißesten Strände der Welt gilt. Dort wurde uns eine Stunde Zeit gelassen, um etwas zu baden, den Strand zu erkunden oder auch einfach nur in der Sonne zu liegen. Uns fiel auf, dass sich der Sand des Strandes im Gegensatz zu den meisten Stränden überhaupt nicht erhitzte, weshalb wir ungestört am Strand spazieren gehen konnten. Etwas weiter entfernt von den vielen Menschenmassen entdeckten wir einen faszinierenden Baum, dessen schlängelnde Wurzeln ein wahres Kletterparadies formten. Nachdem wir auch hier ein paar Fotos geschossen hatten, kehrten wir wieder zu unserer Gruppe zurück und legten uns noch ein bisschen in das warme Wasser der Insel, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten.

Schnorcheln im Great Barrier Reef

Reisebericht Whitsunday IslandsIn einer kleinen Bucht der Hook Island stoppte das Boot erneut. Nachdem uns der Bootsführer eine kurze Einführung in das „Schnorcheln“ gegeben hatte, verteilte er die Tauchausrüstung und ließ uns eine Stunde Zeit das Great Barrier Reef in der Umgebung des Bootes zu erkunden. Aufgrund der lebensgefährlichen Quallen, die sich zu der Zeit an der Ostküste Australiens tummelten, sollten wir die Bucht auf keinen Fall verlassen. Zwar überkam uns ein mulmiges Gefühlt nach der Warnung zwar schon, allerdings wollten wir uns einen Blick auf das Great Barrier Reef auf keinen Fall entgehen lassen. So stiegen wir ins Wasser und ließen uns auf eine Schwimmnudel an der Wasseroberfläche treiben. Sofort kam mir ein Schwarm Fische entgegen. Die Sonne schien von oben auf das Riff und ließ unzählige Korallen und Fische in vielen bunten Farben erscheinen. Der Bootsführer hatte uns außerdem erzählt, dass man hier auch auf die eine oder andere Riesenschildkröte treffen kann. Doch auch nach einer gezielten Suche an den Felsen der Bucht kamen wir leider nicht in den Genuss.

Nach einiger Zeit sah ich plötzlich, dass sich eine Vielzahl der Gäste an einer Stelle vor dem Boot sammelte. Voller Neugier schwamm ich sofort dorthin und als ich einen Blick unter die Wasseroberfläche warf, konnte ich einen leisen Aufschrei nicht unterdrücken. Riesige Fische kämpften um die Brotkrümel, die der Bootsführer an der Stelle ins Meer warf. Nach kurzer Zeit war meine Scheu jedoch vergangen und ich schnappte mir die Unterwasserkamera meiner Freundin und versuchte ein paar schöne Bilder zu schießen.

Ein Urlaubstraum!

Schließlich verließen wir die Bucht wieder und machten uns auf den Weg zurück. Von der Schaukelei des Bootes wurde mir jedoch ziemlich übel und so war ich froh, dass ich gleichzeitig so müde war, dass ich einfach nur noch einschlief. Von dem anschließenden Snack bekam ich daher leider auch nicht mehr viel mit.




Anstatt einer Ein-Tages-Tour mit dem Katamaran kann man auch eine längere Tour von drei Tagen buchen. Zur Verfügung stehen außerdem Yachten, Segelboote oder auch Jetskis. Ich denke aber, dass die Katamaran Tour in ihrer Länge und dem Umfang ihres Programms vollkommen ausreicht. Wenn man schon jegliche Strände Australiens gesehen hat, ist man vor Ort nicht mehr ganz so fasziniert von dem wunderschönen Anblick, wie man es eigentlich sein sollte. Im Nachhinein finde ich aber, dass dieser Ort ein wahres Paradies ist, dem man auf jeden Fall einen Besuch abstatten soll.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *