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Reisebericht Rothenburg ob der Tauber: Eine Reise ins Mittelalter

Ein Auslug in die mittelalterliche Kleinstadt

Während unserer Ferien, die wir in Bayern verbrachten, haben wir uns vorgenommen die mittelfränkische Kleinstadt, Rothenburg ob der Tauber, zu besuchen. Ihre gut erhaltene Altstadt gilt als weltbekannte Sehenswürdigkeit und Prototyp einer mittelalterlichen deutschen Stadt.




 

Reisebericht Rothenburg ob der TauberEin Foto vom Plönlein

Da die Stadtmauer Rothenburgs noch vollkommen erhalten ist, betraten wir die Altstadt durch die Spitalbastei, einem Stadttor im Süden der Stadt. Der Weg durch das massive achtförmige Gebäude führte uns auf die gleichnamige Spitalgasse bis wir auf das sogenannte „Plönlein“ gelangten. Unter ihm versteht man einen Platz, der wohl als das meistfotografierte Motiv der Altstadt dient, da man von hier einen direkten Blick auf eine Straßengabelung mit dem Sieberstor und dem Kobolzellertor hat.

Ein asiatischer Touristenmagnet

Bereits hier konnte ich bestätigen, dass die mittelalterliche Altstadt wirklich kaum modernistische Brüche aufwies. Unzählige verschachtelte Gassen mit Türmen und Fachwerkhäusern führten auf kleine Plätze, auf denen sich die Besucher der Stadt sammelten. Mir war bewusst, dass die Altstadt von Rothenburg ob der Tauber ein Touristenmagnet war, allerdings überraschten mich die vielen ausländischen Touristen, die für die Stadt solch einen langen Weg in Kauf zu nehmen schienen. Ein Großteil der Besucher war sogar asiatischer Herkunft.

Das mittelalterliche Kriminalmuseum – Ein Besuch für starke Nerven 

Wir entschieden uns für den Durchgang durch das Sieberstor und gelangten auf direktem Weg zu dem mittelalterlichen Kriminalmuseum, was wohl eines der bekanntesten Museen der Stadt war. Schon als Kind habe ich die Stadt einmal mit meinen Eltern besucht, durfte das Museum aufgrund der Altersbeschränkung jedoch nicht besuchen. Diesmal wollte ich mir die vielen Folter- und Hinrichtungsinstrumente jedoch nicht entgehen lassen. Schon nach wenigen Minuten wurde mir der Sinn der Altersbeschränkung bewusst. Für den Blick auf Streckbank, Daumenschraube und Stachelstuhl sollte man auf jeden Fall genügend Nerven mitbringen.

Kirchen, Tore, Türme

Direkt neben dem Kriminalmuseum erkannten wir die St.-Johanniskirche. Neben den vielen anderen beeindruckenden Gebäuden in der Altstadt, war diese zwar weniger auffällig, was uns aber nicht davon abhielt ihr einen Besuch abzustatten. Schließlich ist die Kirche im gotischen Stil das einzig katholische Gotteshaus der Altstadt.




Ein kleiner Schlenker über den Alten Stadtgraben führte uns durch den Röderbogen, auf welchem sich der Markusturm befindet. Dieser wurde noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Gefängnis genutzt. Unser Weg führte weiter vorbei am Marktplatz mit seinem Rathaus und dem imposanten Georgsbrunnen, so dass wir schließlich zu der St.-Jakobskirche gelangten, dessen Türme uns schon von weitem ins Auge stachen. Nicht nur die Türme, die jedes andere Gebäude der Stadt überragen, sondern auch der berühmte Heiligblutaltar, eine Bildschnitzerei, die das Abendmahl darstellt sowie der Zwölfbotenaltar ziehen die Besucher der Stadt an.

Schließlich statteten wir auch noch den Burggärten am westlichen Rand der Stadt einen Besuch ab. Von hier hatten wir einen wundervollen Ausblick auf den südlichen Teil der Stadt. Als wir die Gärten über die Herrengasse wieder verlassen wollten, entdeckten wir am Torbogen eine gruselige Maske. Später erfuhren wir, dass durch diese früher heißes Pech auf Angreifer geschüttet wurde. Ich war fasziniert von den vielen interessanten Details, die man an verschiedenen Ecken der Stadt entdecken konnte und hatte gleichzeitig etwas Angst, ein paar verpasst zu haben.

Reisebericht Rothenburg ob der TauberDer Rundgang über die Stadtmauer

Am Ende unseres Ausflugs entschieden wir uns noch für einen Spaziergang über die Stadtmauer. Da diese überall begehbar ist und den Stadtkern fast komplett umschließt, hat man die Möglichkeit die Altstadt beinahe vollkommen zu umrunden. Auf dem etwa 4km langen Weg kommt man vorbei an verschiedenen Türmen und Toranlagen und hat einen schönen Blick auf die umgebende Landschaft.

Eine Stadt mit Charme!

Von Rothenburg ob der Tauber war ich sehr begeistert! Aufgrund der wenigen modernen Eingriffe, bekommt man hier teilweise wirklich das Gefühl, sich mitten im Mittelalter zu befinden. Neben vielen beeindruckenden Kirchen, die wir uns leider nicht alle anschauen konnten, bietet die Stadt unzählige Tore, Gassen und Türme, die zu dem mittelalterlichen Charme der Altstadt beitragen.

 

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