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Reisebericht Rom: Von Pasta bis zum Petersdom

Zwei Tage Rom: Warum eigentlich nicht?

Ganz spontan haben meine Freundin und ich einen günstigen Flug nach Rom gefunden. Und weil meine Freundin sich sowieso sehr für die römische Architektur interessiert und ich auch mal wieder etwas mehr Sonne vertragen konnte, dachten wir uns: Warum eigentlich nicht?

So buchten wir Tickets für einen Kurztrip nach Rom und wenige Tage später saßen wir auch schon im Flugzeug. Wir hatten nicht viel Zeit, um uns ausführlich über Routen und Must-Sees in Rom zu informieren, weshalb wir schon von zu Hause aus ein 48-Stunden-Ticket mit dem Roma Christiana Hop On Hop Off Bus buchten. Eigentlich sind wir keine großen Fans von den ganzen Touri-Angeboten, aber es stellte sich als große Herausforderung heraus, innerhalb von zwei Tagen so viel wie möglich von Rom sehen zu wollen. Der Bus sollte es uns ermöglichen an elf verschiedenen Haltestellen jederzeit ein- und aussteigen zu können.




Am Flughafen Fiumicino angekommen nahmen wir den Schnellzug Leonardo Express, der uns direkt ins Zentrum von Rom brachte. Auch unser Hotel haben wir aufgrund der begrenzten Zeit, die uns blieb, relativ zentral gewählt. Da es nun schon sehr spät war, checkten wir nur noch schnell ein und gingen dann schlafen. Wir wussten, dass wir für den kommenden Tag fit sein sollten.

Eine Münze für die Liebe

Am nächsten Morgen standen wir früh auf und gingen direkt nach dem Frühstück zu Fuß zum Kolosseum, was auch die erste Haltestelle war. Besonders meine Freundin freute sich sehr darauf und auch ich muss zugeben, dass mich der Anblick sehr beeindruckt hat. Auch wenn es das größte der im antiken Rom erbauten Amphitheater ist, habe ich die Größe wohl unterschätzt. Vom Kolosseum aus gingen wir zu Fuß weiter zum Palatin und anschließend zum Forum Romanum.

Reisebericht Rom

Erst dann suchten wir die erste Haltestelle auf und warteten dort auf unseren Bus. Normalerweise sollte dieser alle 15 min kommen. Allerdings muss man hier etwas Geduld beweisen und sollte sich an Verspätungen nicht weiter stören. Wir sind ja schließlich nicht in Deutschland ;). Unser nächster Stopp war der Circus Maximus. Wer, wie ich, hier noch etwas Bauwerkartiges erwartet, hat sich wohl vorher nicht genügend informiert. Die Größe des damaligen Veranstaltungsortes ist durch eine riesige Wiese allerdings noch sehr gut einzuschätzen. Also kauften wir uns ein Eis und genossen erst einmal kurz die Sonne.

Da uns der nächste Stopp, das Viertel Trastevere, nicht wirklich interessierte, fuhren wir nur bis dorthin und liefen direkt in die Altstadt. Der Trevi Brunnen und die spanische Treppe waren hier unsere nächsten Ziele. Ein Volksglaube besagt, dass man nach Rom zurückkehren wird, wenn man eine Münze über die Schulter in den Brunnen wirft. Nimmt man zwei Münzen, verliebt man sich sogar in einen Römer. Obwohl ich nicht wirklich abergläubisch bin, tat ich auch das; allerdings eher in dem Wissen, dass das Geld jedes Jahr für wohltätige Zwecke gespendet wird.

Auch den nächsten Halt, die Station Termini, überfuhren wir und stiegen dann an der Kirche Santa Maria Maggiore und anschließend an der Kirche San Giovanni aus. Allerdings sollte man sich hier vorher über die Öffnungszeiten informieren, da sie bei uns dann schon geschlossen war. Da wir für den Tag aber auch schon genug gesehen haben, reichten uns ein paar Fotos von außen. Anschließend fuhren wir mit dem Bus wieder zum Kolosseum und liefen von dort aus zu unserem Hotel. Eigentlich wollten wir uns Rom auch noch mal bei Nacht anschauen, aber der Tag hat sich aufgrund von Wartezeiten auf Busse und in Schlangen länger gezogen, als wir geplant hatten und so fielen wir mit schmerzenden Füßen nur noch todmüde ins Bett.

Rom von oben

Auch am nächsten Morgen standen wir früh auf. Wir waren froh, Reisebericht Romdass wir die meisten Sehenswürdigkeiten schon am ersten Tag geschafft hatten, so dass uns für den zweiten Tagen nur noch die Vatikanstadt blieb. So nahmen wir den Bus, fuhren direkt durch bis zu deren Haltestelle und liefen von dort zum Petersdom. Obwohl wir nun schon so viel gesehen hatten, beeindruckte uns die größte Papstbasilika in Rom besonders. Der Eintritt in den Petersdom ist zwar kostenlos, man sollte sich jedoch auf eine gewisse Wartezeit und umfangreiche Sicherheitskontrollen einstellen. Weil wir Rom bisher noch nicht von oben gesehen haben, war es es uns jedoch wert, Eintritt für die Kuppel des Petersdoms zu bezahlen.

Eigentlich wollten wir uns dort auch noch die Sixtinische Kapelle anschauen, aber kamen beide schnell zu dem Entschluss, dass uns dafür leider kaum noch Zeit blieb. So stiegen wir erneut in den Bus und hielten am Piazza Navona, einem der charakteristischsten Plätze Roms. Auch das Pantheon war uns hier noch einen Besuch wert, bevor wir wieder den Rückweg zum Hotel anstrebten und abends schließlich den Flug nach Hause nahmen.

Spazieren statt Roma Christiana




Für die kurze Vorbereitung auf die Reise war der Roma Christiana zwar eine gute Möglichkeit, die Stadt zu erkunden, allerdings ist man zu Fuß oder den öffentlichen römischen Verkehrsmitteln wesentlich schneller und auch mobiler unterwegs. Auch wer sich über sehr unregelmäßige Abfahrtzeiten, eher schlechte Tonbänder der Audio Guides oder generell etwas unsaubere Sitzmöglichkeiten ärgert, sollte eher auf andere Alternativen zurückgreifen. Ich kann nur empfehlen, sich zum Beispiel vor der Reise einen Reiseführer zuzulegen, der schon Vorschläge zu Fußgänger-Routen enthält. Wenn man etwas mehr Zeit für die Planung der Reise hat, ist es bei vielen Sehenswürdigkeiten außerdem möglich und sinnvoll, die Tickets vorher online zu buchen und auszudrucken, um sich die langen Warteschlangen zu ersparen.

Bis zum nächsten Mal

Abschließend kann man sagen, dass wir einen echt schönen aber auch etwas anstrengenden Kurztrip in Rom hatten. Anfangs haben wir selber daran gezweifelt, dass es möglich ist so viel innerhalb kürzester Zeit zu sehen. Rom ist eine sehr faszinierende Stadt mit vielen interessanten und beeindruckenden Gebäuden. Wir haben uns vorgenommen, auf jeden Fall wiederzukommen, dann allerdings für ein paar Tage mehr. So hätte man auch mal die Zeit, ein paar versteckte Viertel oder Rom bei Nacht inklusive ein paar Bars und Kneipen kennen zu lernen.

 

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