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Reisebericht Prag: Ein Wochenende für wenig Geld

Ein Kurzurlaub nach Prag

Zu meinem Geburtstag habe ich ein Wochenende in Prag geschenkt bekommen. Die Hauptstadt Tschechiens hatte ich bisher trotz der Nähe zu Deutschland noch nicht besucht.

So machten wir uns an einem schönen Pfingstwochenende für einen Drei-Tage-Kurzurlaub auf den Weg nach Prag. Da wir die Stadt hauptsächlich zu Fuß erkunden wollten und durch ein sehr günstiges Fernbus Ticket auf dem Hinweg schon sehr viel gespart hatten, wählten wir ein Hotel, das relativ zentral, etwas nördlich der Altstadt, im sogenannten Stadtviertel Prag 7 liegt.




 

In der größten Burg der Welt

Am nächsten Tag war uns erstes Ziel der Berg Hradschin, der etwa 2km von unserem Hotel entfernt lag. Auf ihm befindet sich die bekannte Prager Burg, die als größtes geschlossenes Burgarreal der Welt gilt. Und sie kam uns wirklich riesig vor. Allerdings ist sie eher ein Komplex aus vielen aneinander hängenden Gebäuden. An dem dritten der drei Schlosshöfe wurden mehrere Eintrittskarten angeboten, die verschiedene Sehenswürdigkeiten umfassten. Wir entschieden uns für „die große Runde“, die unserer Meinung nach für umgerechnet 12€ immer noch sehr günstig ist. Neben der Goldenen Gasse, weswegen wir eigentlich hergekommen waren, hatten wir nun außerdem noch freien Eintritt zu dem Alten Königspalast, der St.-Georgs-basilika, dem Pulverturm in der Altstadt und der Nationalgalerie im St.-Georgs-Kloster sowie der Gemäldegalerie in der Prager Burg. Zudem war das Ticket für 2 Tage gültig.

Reisebericht PragDas Goldene Gässchen liegt an der Innenmauer der Prager Burg und ist wohl die berühmteste Straße Prags. Sie besteht aus winzigen farbenfrohen Häusschen aus dem 16. Jahrhundert und erlangte vor allem dadurch Bekanntheit, dass hier unter der Aufsicht Kaisers Rudolf II. Archemisten gewirkt haben sollen, um für ihn künstliches Gold und den Stein der Weisen zu erzeugen. Zudem hat in der Hausnr. 22 Franz Kafka gewohnt. Die Häuser sind heute allerdings nicht mehr bewohnt, sondern wurden zu kleinen Cafés oder Souvenirläden umgebaut. Am Ende des Goldenen Gässchens ragt der Turm Daliborka hervor. Bis Ende des 18. Jahrhunderts sollte der runde Turm als Gefängnis gedient haben.

Im dritten Schlosshof der Prager Burg befindet sich außerdem das St.-Georgs-Kloster. Hier besuchten wir die Nationalgalerie, die verschiedene Gemälde und Skulpturen von Künstlern aus der Barockzeit enthielt.




Eine Stadt zum feiern!

Da Prag ja anscheinend eines der aufregendsten Nachtleben Europas zu bieten hat, wollten wir auch hiervon etwas erleben. Gehört hatte ich vor allem von der Bugsy’s Bar, die von irgendeiner Zeitschrift unter die Top 20 der Welt gewählt wurde. Da wir heute schon genug gelaufen waren, nahmen wir die Metro Richtung Altstadt. Die Cocktails waren lecker, die Musik sehr gut und auch die Einrichtung hatte Stil. Was uns außerdem sehr überraschte, waren die Preise. Trotz der Bekanntheit bei Touristen und der zentralen Lage, kosteten Cocktails hier im Durchschnitt nur 7€. Da kam man schnell in Versuchung noch ein zwei Cocktails mehr zu bestellen, aber da wir uns auch für den nächsten Tag ein umfassendes Programm vorgenommen haben, fuhren wir anschließend wieder mit der Metro zurück zum Hotel.

Vorbei am jüdischen Viertel…

Reisebericht PragAm nächsten Morgen führte unser Weg Richtung Altstadt. Auf einem fast 2 km langen Fußweg schlenderten wir durch den Park von Letna und überquerten die Moldau über die Cechuv Most Brückte bis wir schließlich im Jüdischen Viertel, einem Stadtteil der Prager Altstadt, ankamen. Neben vielen schönen Bauten und einem alten jüdischen Friedhof gibt es hier außerdem verschiedene Synagogen. Da die Spanische Synagoge als die schönste des Viertels gilt, nahmen wir uns die Zeit, diese auch von innen zu betrachten. Vergoldete und bemalte Wände verzierten die eingewölbte Kuppel der Synagoge. Eine Ausstellung führt zudem durch die jüdische Geschichte des 18.- 20. Jahrhunderts. Gerne hätten wir auch an einer Führung durch das jüdische Viertel teilgenommen, doch mit 77€ war uns die viel zu teuer.

….dorthin, wo das Leben spielt!

Der zentrale Marktplatz und beliebte Treffpunkt der Prager Altstadt ist der Altstädter Ring. Neben unzähligen Cafes und Straßenkünstler trifft man hier außerdem auf die meisten Sehenswürdigkeiten Prags, wie das Altstädter Rathaus mit seiner berühmten astronomischen Uhr,  der Teynkirche, dem Palais (Golz)-Kinsky, dem Haus zur steinernen Glocke und der der St. Nikolaus-Kirche. Zusammen mit anderen verschiedenen Häuserfassaden in unterschiedlichen Baustilen umgeben sie den Altstädter Ring. Auf ihm steht zudem das Denkmal für Jan Hus. Anschließend verließen wir die Altstadt wieder durch den Pulverturm und besichtigten die berühmte Karlsbrücke, eine wunderschöne alte Steinbrücke, die über die Moldau führt.

So günstig, dass wir wiederkommen!

Insgesamt war ich sehr begeistert von der Tschechischen Hauptstadt. Sie hat nicht nur durch unzählige interessante Sehenswürdigkeiten für kulturbegeisterte Besucher viel zu bieten, sondern lohnt sich auch für einen kurzen Partytrip am Wochenende. Sowohl der Aufenthalt als auch Hin-und Rückreise fielen für uns so günstig aus, dass wir entschlossen sind, auf jeden Fall wiederzukommen.

 

 

 

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