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Reisebericht Lübeck: Die Altstadt mit den sieben Türmen

Ein Ausflug in die Hansestadt Lübeck

Während unseres zweiwöchigen Urlaubs an der Ostsee wollten wir uns natürlich auch die schöne Hansestadt Lübeck nicht entgehen lassen. 1987 wurde dessen komplette Altstadt als erste in Nordeuropa zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. So machten wir uns also mit dem Auto auf dem Weg zu der flächenmäßig größten Stadt in Schleswig- Holstein, von der wir uns allerdings für den Tag nur die Altstadt vornehmen wollten.

Der Eingang übers Holstentor

Reisebericht LübeckWir parkten in der Nähe vom Hauptbahnhof und konnten von hier aus die Altstadt im Westen sehr gut zu Fuß erreichen. So überquerten wir die Puppenbrücke, die mit vielen Figuren und Vasen verziert ist und uns über den ehemaligen Stadtgraben der Stadt führte. Schon von hier aus konnten wir das Holstentor sehen. Das mächtige Stadttor und Wahrzeichen der Stadt, das mit seinen zwei kegelförmigen Dächern auch einige 2-Euro-Münzen in Deutschland ziert, liegt am Ende einer weitläufigen Grünanlage, wodurch die Größe des Tores noch wesentlich imposanter wirkte.

Der schönste Aussichtspunkt der Stadt

Direkt neben dem Holstentor entdeckten wir die Salzspeicher Lübecks, die in Form von alten Backsteinhäusern direkt am Ufer der Trave lagen. Nachdem wir die Trave überquert hatte, führte unser Weg zunächst rechts an der Trave entlang bis wir nach kurzer Zeit in die Altstadt bogen und zu der Petrikirche gelangten. Da sie die meisten Gebäude der Altstadt bei weitem überragt, brauchten wir keinen Reiseführer, um sie zu erreichen. Die Petrikirche gehört zu einem der berühmten sieben Türme der Stadtsilhouette Lübecks, die wir im Laufe des Tages noch vollständig kennen lernen sollten. Da sie im zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde und die Innenausstattung nicht wiederhergestellt werden konnte, finden hier zwar keine Gottesdienste mehr statt, aber dafür bietet ihr Turm den Touristen eine schöne Aussicht über die Stadt. Natürlich ließen auch wir uns die Möglichkeit nicht entgehen, bestiegen den Turm und genossen vor allem den Blick auf das Holstentor.

Eine sagenhafte Kirche

Um den Lübecker Dom zu besichtigten, mussten wir ganz in den Süden der Stadt gehen. Seine zwei Türme zählen ebenfalls zu den sieben berühmten Türmen Lübecks. Die größte Backsteinkirche der Ostsee konnten wir jedoch aufgrund eines stattfindenden Gottesdiensts nicht wirklich besichtigen und so führte unser Weg wieder zurück in den Norden. Hinter einigen Gebäuden ragte im Osten die Aegidienkirche empor, zu welcher wir uns einen Besuch aber sparten, obwohl sie einen weiteren Turm zu den sieben Türmen beiträgt.




Vorbei am berühmten Café Niederegger und am Lübecker Rathaus, welche beide auf der Breiten Straße und Fußgängerzone der Altstadt lagen, gelangten wir zu der Marienkirche mit zwei weiteren Türmen der Stadtsilhouette. Die drittgrößte Kirche Deutschlands gilt als besonders wertvolles und großartiges Beispiel kirchlicher Backsteingotik. Bei einem Rundgang um die Kirche entdeckten wir zahlreiche Symbole und Figuren, auf denen viele Sagen beruhen.

Auf den Spuren der Familie Mann

Nur wenige Meter dahinter kamen wir an dem berühmten Buddenbrookhaus vorbei, dessen weiße Hausfassade in einer Seitenstraße direkt auf die Marienkirche zeigt. Es war jahrelang das Wohnhaus der Familie Mann und dient heute als Museum, welches vor allem den bedeutenden Schriftstellern Heinrich und Thomas Mann gewidmet ist. Auch wir statteten dem Museum einen Besuch ab und tauchten in das Leben der Familie Mann ein.

Reisebericht Lübeck Weiter entlang der Breiten Straße…

Wieder zurück auf der Breiten Straße folgten wir dieser weiter Richtung Norden und erreichten schließlich die Schiffergesellschaft. Der ehemalige Seefahrerverband beherbergt zwar heute nur noch eine Gaststätte, zählt aber trotzdem durch sein historisches Gebäude mit seinem auffälligen treppenförmigen Dach zu den bedeutenden Gebäuden der Lübecker Altstadt. Direkt gegenüber der Schiffergesellschaft lag die St. Jakobi Kirche. Auch sie trägt zu einem weiteren Turm der berühmten sieben Türme bei, aber da sie vom Erscheinungsbild den anderen Kirchen Lübecks sehr ähnelte, gaben wir uns auch hier mit einem Blick von außen zufrieden.

…bis zum Koberg und wieder zurück

Anschließend gelangten wir auf den Koberg, einen der zwei Marktplätze der Altstadt. Im Osten des Platzes erwartete uns bereits ein weiteres bedeutendes Bauwerk der Stadt, das Heiligen-Geist-Hospital. Fünf Türme ragten an der beeindruckenden Häuserfassade empor. Wir folgten der Königsstraße wieder Richtung Süden und bogen nach etwa 300 m in die Glockengießerstraße ein. Neben der denkmalgeschützen frühbarocken Wohnanlage befindet sich ebenso der Glandorps Hof in der Straße. Auch hier trifft man auf ein langgestrecktes dreigeschossigen Backsteinfrauenhaus, das unter Denkmalschutz steht.




Über die Hüxstraße gelangten wir schließlich wieder zu dem westlichen Ausgang der Stadt. Im Gegensatz zu der Breiten Straße findet man auf dieser Seitenstraße viele kleine individuelle Geschäfte, Cafés, Kunsthandwerker und Goldschmiede. Zudem kamen wir auch hier an vielen verschiedenen Gebäuden vorbei, die unter Denkmalschutz stehen.

Die Hansestadt Lübeck ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Trotz der kleinen Altstadt, die man sehr gut zu Fuß erkunden kann, könnte ich mir durchaus vorstellen hier in Zukunft auch mal ein paar Tage mehr zu verbringen. Viele kleine Café und Restaurants sowie versteckte alte Häuser, die man vermutlich erst auf den zweiten Blick entdeckt, laden dazu ein.

 

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