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Reisebericht Krüger-Nationalpark: Im Reich der wilden Tiere


Eine Tour durch die Wildnis Südafrikas

Ein Jahr lang haben wir uns auf unseren Urlaub in Südafrika gefreut, den wir uns schon seit Jahren vorgenommen haben. Besonderer Aufmerksamkeit schenkten wir dabei der Planung unseres mehrtägigen Ausflugs in den Krüger Nationalpark, dem größten Wildschutzgebiets Südafrikas. Neben unzähligen Vogel-, Amphibien- und Reptilienarten gehören vor allem die „Big Five“, Löwen, Leoparden, Büffel, Nashorn und Elefant, zu den beliebtesten Attraktionen der Safaritour. Doch auch Giraffen, Krokodile, Nilpferde und Geparden sollten uns im Krüger Nationalpark erwarten.

Abenteuer auf eigene Faust

Um unseren Flug von Johannesburg nach Nelspruit nicht zu verpassen, Reisebericht Krüger-Nationalparkmussten wir am Tag unserer Anreise zum Krüger Nationalpark sehr früh aufstehen. Nach einer knappen Stunde Flugzeit in Nelspruit angekommen, machten wir uns direkt auf dem Weg zu unserer Autovermietung, um unser Auto abzuholen, das wir bereits online von Deutschland aus gebucht hatten. Aufgrund einiger Sandpisten im Kruger Nationalpark, entschieden wir uns für einen Geländewagen. Natürlich bietet der Krüger Nationalpark auch viele organisierte Touren und sogar Wandersafaris mit bewaffneten Rangers an, allerdings ist man mit einem eigenen Auto wesentlich flexibler. Von Nelspruit aus dauerte es ebenfalls noch eine knappe Stunde Fahrzeit bis zum Numbi Gate, ein Eingang südwestlich des Parks.




 

Planung zahlt sich aus

Die Route unserer Safari Tour planten wir bereits in Deutschland. Insgesamt wollten wir drei Nächte im Krüger Nationalpark verbringen und hatten uns dafür das Skukuza, das Satara und das Olifant River Rest Camp ausgesucht. Verlassen wollten wir den Park dann wieder über das Phalaborwa Gate, das etwas weiter nördlich des Parks lag. Die meisten Touristen bleiben aufgrund der Nähe zu Johannesburg und der größeren Anzahl an Tieren eher im Süden des Parks. Wir empfanden es als sehr hilfreich, die Route und Campübernachtungen schon vorher zu planen, da es vor allem zur Hauptsaison sein kann, dass man direkt am Eingang wieder abgewiesen wird, weil maximal 5000 Besucher in den Park eingelassen werden dürfen. Mit einer festgebuchten Campübernachtung liegen eure Chancen schon wesentlich höher. Außerdem solltet ihr euch unbedingt vorher über die Öffnungszeiten des Parks und der Camps informieren, die je nach Saison auch etwas variieren.

Auf der Suche nach den „Big Five“

Reisebericht Krüger-Nationalpark Kurze Zeit, nachdem wir den Park über das Numbi Gate befahren hatten, sahen wir auch schon die ersten Impalas. Zunächst war es ein wahnsinniges Gefühl, die Tiere, sie man sonst nur aus dem Fernsehen kannte, plötzlich so hautnah mitzuerleben. Doch schon bald darauf erwischte man sich dabei, dass Zebras, Antilopen und Impalas keine Besonderheit mehr waren. Viel mehr hielt man Ausschau nach „spektakuläreren Tieren“. Mittlerweile war es allerdings schon 16 Uhr und da man uns am Eingang ausführlich darauf hingewiesen hatte, dass die Camps bereits um 18 Uhr schließen, machten wir uns schon bald den Weg zum Skukuza Rest Camp.

Die Rest Camps im Krüger Nationalpark bieten sowohl Übernachtungsmöglichkeiten, als auch Restaurants, Tankstellen, Supermärkte, Waschsalons, etc. Wie schon gesagt, sind sie umzäunt und werden abends geschlossen. Ein Verlassen der Camps ist dann nicht mehr möglich. Für ca. 30€ die Nacht kann man mit gut ausgestatteten Räumlichkeiten rechnen, bei denen Fernseher oder Internet allerdings nicht erwartet werden sollten. Wer auf Luxus während seines Safari Urlaubs nicht verzichten kann, sollte sich eher in teuren privaten Lodges niederlassen. Auch davon gibt es im Park genug.

Im Skukuza Rest Camp angekommen, aßen wir nur noch etwas in einem Restaurant vor Ort, kauften uns noch etwas Verpflegung für die morgige Tour und gingen dann auch schon schlafen. Wir hatten uns vorgenommen am nächsten Tag früh aufzustehen, da die Tiere morgens wesentlich aktiver sein sollten als zur heißen Mittagszeit.

Der Weg ist das Ziel

Anders als erwartet, sahen wir auch in den nächsten Tagen sehr viele Tiere. Schnell fanden wir heraus, dass man vor allem Orte in Wassernähe oder Brücken aufsuchen sollte, weil sich hier die meisten Tiere sammelten. So hatten wir nach drei Tagen bis auf den Leoparden die „Big Five“ abgehakt. Ein Highlight unserer Tour waren außerdem zwei Geparden, die direkt am Straßenrand lagen. Da es nur sehr wenige von ihnen im Krüger Nationalpark gibt und sie außerdem sehr scheu sind, soll die Chance sie zu sehen nur sehr gering sein.

Reisebericht Krüger-NationalparkDie Straßen im Krüger Nationalpark sind asphaltiert und auch mit einem normalen Auto zu erreichen. Generell gilt, dass die Geschwindigkeit von 50km/h im ganzen Park nicht überschritten werden darf, allerdings fährt man durch die Rücksicht auf die Tiere hauptsächlich um die 20km/h. So reagierte zum Beispiel ein Elefant, der uns am zweiten Tag begegnete, sehr aggressiv auf unsere Motorengeräusche, so dass wir sogar erstmal eine kürzere Pause einlegen mussten. Die meisten Tiere stören sich allerdings überhaupt nicht an den Automassen, die sich immer dort sammelten, „wo etwas los war“. Bis auf einige markierte Aussichtsplätze ist das Aussteigen aus dem Auto in dem Park verboten. Und auch wenn sich viele Besucher oft nicht daran halten, kann ich nur empfehlen das Verbot auf jeden Fall ernst zu nehmen. Man weiß ja nie, was aus dem nächsten Gebüsch springt ;).

Ein Ausflug, der sich lohnt




Insgesamt kann ich sagen, dass sich eine Reise in den Krüger Nationalpark auf jeden Fall lohnt! Ein Urlaub inklusive Safaritour war für uns ein einmaliges Erlebnis, das wir wohl nicht so schnell vergessen werden. Als beste Reisezeit kann ich den südafrikanischen Winter, also von Juli bis Mitte Oktober, empfehlen. Die Luft ist dann etwas trockener und die Sträucher und Bäume verlieren ihre Blätter, so dass die Tiere besser zu sehen sind. Der Sommer zeichnet sich dagegen durch eine enorme Hitze, einer hohen Luftfeuchtigkeit sowie der Regenzeit von Mitte Oktober bis Ende Januar aus. Außerdem würde ich mich bei der Vorbereitung meiner Reise auch über die südafrikanischen Ferien informieren. Zu der Zeit sind die meisten Camps nämlich leider ausgebucht.

 

 

 

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