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Reisebericht Cairns und Umgebung: Ein tropisches Paradies

Mit dem Auto rund um Cairns

Während meiner Reise in Australien, verbrachte ich auch einige Zeit in Cairns. Cairns liegt im Norden Australiens und damit im Bereich des tropischen Klimas Australiens.




Bei unserer Ankunft in Cairns haben wir uns nicht wirklich viel von dem kleinen Örtchen erhofft. Eine Tour zum Great Barrier Reef hatten wir bereits in einem südlicheren Ort namens Airlie Beach gemacht und aufgrund der Quallensaison war sogar das Baden im Meer verboten. Nach zwei Tagen Party im bekanntesten Backpackerhotel Australiens, dem Gilligans, und Baden in der überfüllten örtlichen Lagune, informierten wir uns schließlich über die Umgebung von Cairns. Da sie viele interessante Attraktionen bot, mieteten wir uns am nächsten Tag ein Auto und begannen unsere Tour im Süden von Cairns.

Der Swimmingpool mitten im Regenwald

Reisebericht CairnsEtwa eine Stunde südlich von Cairns, im Wooroonooran Nationalpark, steuerten wir die sogenannten Josephine Falls an. Unser Auto ließen wir auf einem Parkplatz vor dem Nationalpark stehen und liefen einen etwa 700m langen Pfad durch den Regenwald, der uns zu den Josephine Falls führen sollte. Uns erwartete ein natürlicher Swimmingpool mit glasklarem Wasser. Von einem höher gelegenen Becken floss eine dünne Wasserschicht in ein tiefer gelegenes Becken, so dass sich dazwischen eine Rutsche aus glattem Granit bildete. Trotz des paradiesischen Anblicks und des strahlenden Sonnenscheins war der Badeort jedoch überhaupt nicht überfüllt. Außer uns waren nur noch zwei Pärchen vor Ort und so hatten wir die Möglichkeit das Badeparadies mit der Rutsche, unzählige Lianen und abgeschliffenen Steinen zum Sonnen voll und ganz ausnutzen.

Nach einiger Zeit traten wir wieder den Rückweg zum Auto an und machten uns auf den Weg zu den bekannten Millaa Millaa Falls, die sich in den Atherton Tablelands etwas weiter südlich befinden. Nach etwa einer Stunde erreichten wir die Millaa Millaa Falls. Vom Anblick her war der 12m hohe Wasserfall, der als einer der schönsten Australiens gilt, zwar wesentlich beeindruckender als der Badeort um die Josephine Falls, allerdings war das Wasser unter den schattigen Bäumen hier so kalt, dass wir auf das Baden eher verzichteten und lieber ein paar schöne Bilder schossen.

Auch hier verbrachten wir einige Stunden, bevor wir uns schließlich wieder auf den Rückweg nach Cairns machten. Da wir das Auto für zwei Tage gemietet hatten, planten wir am Abend noch unsere Tour für den nächsten Tag.

Ein Ausflug in den Norden

Damit wir den Tag voll und ganz ausnutzen konnten, standen wir am nächsten Morgen früh auf und brachen direkt nach dem Frühstück auf. Unsere Reise sollte uns diesmal in den Norden Cairns führen. Das erste Ziel unserer Route war ein kleiner Ort namens Kuranda, der nur eine halbe Stunde von Cairns entfernt lag. Als Touristenattraktion gilt dort vor allem eine Eisenbahn, die direkt an einer Schlucht mit dem riesigen Barron Wasserfall vorbeiführt. Leider hatte dieser zu der Zeit nur sehr wenig Wasser. Die Felswand fanden wir trotzdem sehr beeindruckend. Statt an einer organisierten Tour teilzunehmen, besichtigten wir die Gegend lieber alleine und genossen die tropische Landschaft. Aufgrund der wenigen Einwohner und der Beliebtheit des Ortes bei Touristen, ist dieser mittlerweile sehr touristisch ausgebaut und bietet verschiedene Attraktionen. Neben einem Vogelpark, einer Schmetterlingsaufzuchtstation und einem Noctarium gibt es hier außerdem noch verschiedene Märkte und Kunstläden.

Reisebericht CairnsNach einem kurzen Halt in Port Douglas führte unsere Tour weiter zu der sogenannten Mossman Gorge im Daintree Gebiet. Unser Auto mussten wir am Besucherzentrum parken. Statt einen Shuttle Bus zu nehmen entschieden wir uns für einen 30-40 minütigen Lauf zu der beliebten Schlucht. Obwohl wir von dem Weg durch die tropische Landschaft mit einigen Hängebrücken sehr begeistert waren, enttäuschte uns der Badeort der Mossman Gorge. Er war sehr überlaufen und außer glasklares Wasser und abgerundete Steine wie bei den Josephine Falls war hier nicht viel zu sehen. Lange hielten wir uns hier also nicht auf.

Wo sind denn nun die Krokodile?




Auf der Suche nach einem Krokodil fuhren wir auch noch etwas weiter nördlich an dem Daintree Nationalpark entlang bis wir den Daintree River erreichten. Vermutlich sollten wir eher froh sein, dass wir bisher noch keinem „Saltwater Crocodile“ begegnet sind, aber eine leichte Enttäuschung breitete sich trotzdem in uns aus. So entschieden wir uns dazu, an einer Bootstour über den Fluss, die direkt am Ufer angeboten wurde, teilzunehmen. Auf dem Boot suchten unsere Augen jeden Winkel des Ufers ab, bis wir schließlich ein Krokodil entdeckten, das dort faul in der Sonne lag. Es war nicht ganz so groß, wie wir gehofft und aus Berichten gehört hatten, aber zufrieden mit unserer Entdeckung waren wir trotzdem.  So kehrten wir schließlich nach Cairns zurück.

Tropenparadiese, die man gesehen haben muss

Insgesamt hatten wir zwei schöne Tage in der Umgebung um Cairns. Eine sehr lustige und abenteuerliche Fahrt auf einer kurvenreichen Straße führte uns in viele schöne Landschaften rund um Cairns. Jeden dieser Orte würde ich sofort weiterempfehlen. Hat man jedoch bereits schon die Josephine Fall besucht, kann man sich einen Ausflug zu den Mossman Gorge meiner Meinung nach sparen. Vom Landschaftsbild sind die Orte sehr ähnlich. Ist man jedoch an einer Führung durch den Regenwald interessiert, bietet sich ein Besuch der Mossman Gorge natürlich trotzdem an.

 

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