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Reisebericht Byron Bay: Das Surferparadies Australiens

Die alternative Kleinstadt Byron Bay

Auf meiner Reise entlang der Ostküste Australiens kam ich auch an Byron Bay vorbei. Der Ort liegt etwas südlich von Brisbane und gilt als das Surferparadies in Australien. Nach unserer Ankunft checkten wir sofort in einem Hostel in der Nähe des Strandes ein, um noch ein bisschen die Gegend zu erkunden. Natürlich führte unser Weg sofort zum Strand, wo wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen konnten. Die anbrechende Dämmerung schien die Besucher des Strandes jedoch überhaupt nicht zu stören und so war dieser auch am Abend noch sehr belebt.




Wir bemerkten jedoch mittlerweile unsere knurrenden Magen und so machten wir uns auf die Suche nach etwas zu Essen. Ganz in der Nähe vom Strand entdeckten wir einen kleinen Domino‘s Pizza Imbiss und da dieser auf unserer Reise ein ständiger Begleiter war, gaben wir uns auch an diesem Tag mit der leckeren Pizza zufrieden. Mit vollem Magen schlenderten wir weiter durch die kleine Stadt. Das Publikum schien eine bunte Mischung aus Urlaubern, Surfern, spirituellen Hippies, Lebenskünstlern, Weltenbummlern ab auch wenigen dort lebenden Familien zu sein. Sie alle verliehen der alternativen Kleinstadt irgendwie einen gewissen Charme.

Ein Sonnenaufgang mit Delfinen am Cape Byron Lighthouse

Reisebericht Byron BayAm nächsten Morgen stand ich das erste Mal nach langer Zeit wieder so früh auf, dass es längst noch etwas dunkel war. Dieser morgendliche Ehrgeiz hatte jedoch auch einen Grund. Nur wenige Kilometer entfernt lag das berühmte Cape Byron Lighthouse, welches das Ziel unseres heutigen Ausflugs sein sollte. Der Leuchtturm liegt auf einem Hügel und ist außerdem der östlichste Punkt des Festlandes von Australien, weshalb er Besucher vor allem morgens, zum Sonnenaufgang, an diesen Ort zieht. Schon auf dem hügeligen Weg entlang der Küste konnten wir unser Glück kaum fassen. Aus dem ruhigen Wasser des Meeres sprang in einiger Entfernung eine Gruppe Delfine. Oben angekommen, ließen sich schon die ersten Sonnenstrahlen am Horizont blicken. Noch nie zuvor hatte ich einen Sonnenaufgang direkt über dem Meer gesehen.

Surfen im Surferparadies

Letztendlich waren es die Delfine, die uns überzeugten, genau an diesem Ort einen Surfkurs zu belegen. Denn das gehört zu einer Australienreise einfach dazu! Für 65$ nahmen wir also an einem fast vierstündigen Kurs teil, der uns unglaublich viel Spaß machte. Während meine Freundin ihr Talent fürs Surfen jedoch nicht erkannte, schaffte ich es zumindest einige Male etwas länger auf dem Brett zu stehen. Delfine haben sich in die Massen von Surfern, die zu der Zeit mit den Wellen kämpften, jedoch nicht mehr getraut.

Ein Ausflug nach Nimbin 




Für den nächsten Tag buchten wir von unserem Hostel aus eine organisierte Tour in das Hinterland von Byron Bay. Nach etwa anderthalb Stunden erreichte unser Bus das kleine Dorf Nimbin. Es gilt zwar als Ursprung der alternativen Bewegung, ist jedoch heute eher ein beliebtes Tagesausflugsziel für Backpacker, um auf „legalem“ Weg Marihuana zu erwerben, dessen Konsum sonst in ganz Australien natürlich verboten ist. Neben unzähligen Einwohnern, die versuchten ihr Gras loszuwerden, bot der kleine Ort viele kleine Souvenirläden in bunten Hausfassaden, die den Hippie-Stil des Ortes wiederspiegelten. In etwa 20 min hat man in Nimbin jedoch auch schon alles erkundet, was es dort zu sehen gibt. Denn der Ort besteht nur aus einer einzigen Straße. Also verbrachten wir den Rest der Zeit in einem kleinen Cafe und warteten darauf, dass uns der Bus wieder zurück ins Hostel bringt.

Der Ort für Aussteiger

Am nächsten Morgen sollte unsere Reise leider schon weiter in den Norden führen. Bereits nach den wenigen Tagen konnte ich mir vorstellen, dass der alternative Lebenstil Byron Bays viele Besucher dazu verleitet, sich länger als geplant in dem Ort aufzuhalten. Auch mir fiel es schwer, mich von dem australischem Surferparadies zu trennen und ich bemerkte schon bald auf meiner Reise, wie ich ihm ein wenig hinterhertrauerte.

 

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