indonesia-570647_960_720

Reisebericht Bali: Zwischen Wellness und Kultur

Spontaner Urlaub im Luxus Resort auf Bali

Am Ende meiner Australienreise nutzte ich die Nähe zu Asien und legte noch einen zweiwöchigen Zwischenstopp auf Bali ein. Da die Eltern meiner Freundin Kontakt zu einem balinesischen Hotelbesitzer haben, hatten wir sogar die Möglichkeit unseren zweiwöchigen Urlaub in seinem nicht gerade erschwinglichen Resort im Norden der Insel zu verbringen.

So nahmen wir von Brisbane aus den Flug über Singapur nach Denpasar, dem einzigen Flughafen auf Bali. Dort angekommen, wartete schon ein Mitarbeiter auf uns, der uns in einer dreistündigen Fahrt zum Hotel brachte. Zu schlecht hatten wir uns vorher über unseren spontanen Urlaub informiert, als dass wir mit so einer langen Fahrt auf der kleinen Insel noch gerechnet haben. Als wir das Ziel endlich erreichten, war es schon sehr spät und so wurden wir nur noch zu unserer Unterkunft geführt und fielen todmüde ins Bett. Von unserer Hotelanlage konnten wir aufgrund der Dunkelheit noch nicht viel erkennen.

Frühstück mit Blick aufs Meer

Am nächsten Morgen wachten wir in einem wunderschönen, höhergelegten Strohhaus auf. Als ich die Tür öffnete fiel mein Blick direkt aufs Meer. Vor uns erstreckte sich eine kleine Poolanlage mit integriertem Whirlpool. Auf der Anlage konnte ich noch vier andere Unterkünfte erkennen. Ich stieg die Treppen hinab und begeisterte mich sofort für das Outdoor-Bad das direkt unter unserem Schlafraum lag. Da wir sehr hungrig waren, machten wir uns aber zunächst auf den Weg zum Frühstück. Es bestand aus einer liebevoll angerichteten Obstplatte mit einem köstlichen Bananen Pancake und einem Wassermelonen Saft. Den restlichen Tag verbrachten wir schließlich am Pool.




Am ersten Tag wurde uns schnell klar, dass es, anders als wir erwartet hatten, nicht so einfach war, sich in der Gegend um Lovina Beach frei zu bewegen. Der Massentourismus der Insel konzentrierte sich hauptsächlich auf den Süden Balis und so war der Norden der Insel noch lange nicht so an die Touristen gewöhnt. Unser Hotel bot aber einige Ausflüge an, auf denen uns ein Mitarbeiter des Hotels begleiten sollte. So planten wir für die nächsten Tage die Besichtigung vieler Tempel, Städte und anderen Attraktionen

Ein Ausflug nach Ubud

Einer der längsten Ausflüge war wohl der Ausflug nach Ubud. Reisebericht BaliDa Ubud drei Stunden entfernt lag, wollten wir die lange Fahrt nutzen und auch auf dem Weg dorthin so viel wie möglich sehen. So besuchten wir zum Beispiel den Schmetterlingspark in Tabanan. Dort konnten wir in einem tropischen Garten, der mit einem Netz überspannt war, viel bunte und vor allem riesige Schmetterlinge aus nächster Nähe betrachten. Auch an den Reisterassen in der Nähe von Ubud hielten wir. Kurz überlegten wir auch, ob wir den Elephant Safari Park besuchen sollten, um einmal auf einem Elefanten reiten zu können, allerdings erschien uns die Touristenattraktion dann viel zu überteuert.

Unser Ziel in Ubud war vor allem der bekannte „monkey forest“. Obwohl wir schon auf dem Weg dorthin an unzähligen auf der Straße sitzenden Affen vorbeigefahren sind, wollten wir uns den Wald der sogenannten Makaken nicht entgehen lassen. Nachdem wir Sonnenbrillen, Schmuck und Uhren abgelegt hatten, betraten wir schließlich den Park. Schon am Eingang tummelten sich unzählige Affen, die gierig auf das Futter der Touristen warteten. Wir durften die Affen nicht nur füttern, sondern auch auf uns herumrumklettern lassen und Fotos mit ihnen machen. Dadurch, dass Affen auf Bali als heilig gelten und daher von den Einwohnern in Ruhe gelassen werden, zeigten sie auch keinerlei Scheu vor den Touristen. So passierte es uns auch nicht selten, dass wir durch freche Futterangriffe der Affen eher Angst vor ihnen hatten als sie vor uns.  Meiner Meinung nach machen jedoch  nicht nur die unzähligen Affen den Park aus, sondern auch viele beeindruckende Tempel.

Delfine bei Sonnenaufgang und Schnorcheln wie im Great Barrier Reef

An einem weiteren Tag entschieden wir uns für eine Bootstour bei Sonnenaufgang, bei denen uns das Beobachten von Delfinen versprochen wurde. Anschließend sollten wir die Möglichkeit haben im Meer zu schnorcheln. So mussten wir sehr früh morgens aufstehen und wurden wieder von einem Mitarbeiter an den Strand gefahren, wo schon ein kleines Boot inklusive Besitzer auf uns wartete. Wir stiegen ein und fuhren aufs Meer hinaus. So langsam ging die Sonne über dem Meer auf und strahlte in prächtigen Farben. Noch nie zuvor hatte ich einen Sonnenaufgang direkt über dem Meer gesehen. Schon bald bemerkten wir eine Vielzahl anderer Boote, die mit uns zusammen aufs Meer hinausruderten. Es musste sich wohl um eine beliebte Touristenattraktion handeln. Nach einiger Zeit hielten wir an und warteten. Sobald einige Touristen einen Delfin erblickten, war dies kaum zu überhören, die Boote wurden angeschmissen und dem Delfin hinterher gejagt. So hatten wir zwar die Möglichkeit, einige Delfine zu Gesicht zu bekommen, allerdings hatte ich mir die Tour etwas anders vorgestellt.

Reisebericht BaliAls wir schließlich zurückkehrten, war es bereits hell. Nahe am Ufer hielt das Boot und uns wurde eine Schnorchelausstattung zur Verfügung gestellt. Zunächst dachte ich, dass mich nach dem Schnorcheln im Great Barrier Reef Australiens nichts mehr beeindrucken kann, aber da lag ich eindeutig falsch. Das Wasser war sehr ruhig und durch die strahlende Sonne erschienen die Korallen in prächtigen Farben. Viele bunte Fischarten und Seesterne werden mir auch hier in Erinnerung bleiben.

Kultur im Norden, Party im Süden




Insgesamt kann ich behaupten, durch das umfassende Wellness Angebot des Hotels einen entspannten und durch die Besichtigung vieler Tempel, Städte und anderen Attraktionen auch sehr interessanten Urlaub auf Bali gehabt zu haben. Man sollte sich allerdings vor der Reise fragen, zu welchem Zweck man Urlaub auf Bali machen möchte, da es große Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden der Insel gibt. Wenn man beabsichtigt, in Kontakt mit anderen Riesenden zu treten, eventuell die ein oder andere Party zu machen oder das Ballungszentrum Balis kennen lernen zu wollen, sollte man  sich eine Unterkunft im Süden Bals suchen. Den Norden Balis würde ich hingegen eher erholungssuchenden oder kulturinteressierten Besuchern empfehlen. Zudem liegt die beste Reisezeit zwischen April und November, da in den europäischen Wintermonaten auf Bali die Regenzeit herrscht.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *